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Presseberichte
Ein Anruf genügt HALLENHOCKEY: Mehr als 25 000 Euro spielten ehemalige Olympiasieger und Weltmeister für die Aktion „Hockey gegen Krebs“. Für die Weltstars war es eine Selbstverständlichkeit bei dem Benefizspiel in Mannheim zu spielen. Der 15:8 (6:7) Sieg der „TSG Neustadt and Friends“ gegen das „Team Mannheim“ war dabei Nebensache. MANNHEIM. „Ich hatte nur eine einzige Absage und die war wirklich rein beruflich bedingt. Sonst hat bei allen Teilnehmern ein Anruf genügt und sie waren dabei“, freute sich Organisator Axel Schröder, ehemaliger Nationalspieler der TG Frankenthal, über die große Resonanz beim Benefizspiel für seine Initiative „Hockey gegen Krebs“ am Freitagabend in Mannheim. Mehr als 25.000 Euro kamen dieses Mal zusammen. Bei der Premiere vor einem Jahr in Neustadt waren es 10.000 Euro. Zu dieser enormen Steigerung trugen wohl auch die vielen Hockeygrößen bei. Selbst aktuelle Nationalspieler waren wenige Tage vor dem Abflug zur Weltmeisterschaft nach Indien beim Treffpunkt der Hockeyfamilie in Mannheim dabei. Max Weinhold, Max Müller und Martin Häner standen zwar nicht auf dem Feld, gaben den zahlreichen Hockey-Kids aber bereitwillig Autogramme. „Wenn wir zumindest einen kleinen Beitrag leisten können, dann sind wir selbstverständlich dabei“, fasste WM-Torhüter Weinhold die Motivation des Trios zusammen. Sicherlich wäre er in der mit über 500 Besuchern ausverkauften Irma-Röchling-Halle auch gerne selbst auf dem Feld gestanden, hätte dazu beigetragen, dass „seine“ Mannschaft Neustadt den im Vorjahr mit 21:5 gegen die Mannheimer errungenen „Titel“ verteidigt. Den Akteuren auf dem Feld war schließlich der Spaß am Spiel und an der Veranstaltung bis hinauf in die letzte Reihe der Tribüne anzumerken. „Im Vordergrund steht zunächst die Sache ‚Hockey gegen Krebs", stellte Christian Mayerhöfer vom Dürkheimer HC klar, „aber es macht natürlich doppelt Spaß, die alten Kollegen mal wieder zu treffen. Wir haben alle richtig Lust zu spielen“ Mayerhöfer strahlte dabei besondere Spielfreude aus: „Er ist für mich nach wie vor der beste Hallenspieler Deutschlands“, lobte Trainer Stephan Decher, früher TG Frankenthal und heute Rüsselsheimer RK, den 38 Jahre alten Mayerhöfer, der seine Mannschaft zum klaren Sieg führte. Doch auch die anderen 20 Akteure zeigten, dass sie nichts von ihrem großen Können eingebüßt haben. 2200 Länderspiele hatten die Spieler auf dem Mannheimer Parkett zusammen bislang absolviert. „Wir haben immerhin weniger Tore bekommen als vergangenes Jahr“, nahm Christian Trump von der TG Frankenthal die sportliche Niederlage gelassen. Zu mehr als diesem Achtungserfolg reichte es gegen die abgebrühten und auch technisch noch äußerst versierten Senioren aber nicht. „Unwichtig“, fand Trump: „die Sache steht im Vordergrund, und dafür haben wir uns alle gerne engagiert.“ Ein kleines bisschen wurmte die Niederlage aber doch. „Wir werden uns wohl bei der Players-Party einiges anhören dürfen“, ahnte Trump den Spott der Sieger voraus. Die hatten sich dieses Recht allerdings redlich verdient. Gestützt auf einen souveränen Steffen Erlewein im Tor und den überragenden Christian Mayerhöfer brillierten Christoph Bechmann und Tibor Weißenborn als vier- und sechsfache Torschützen, glänzte Uwe Krauss und kämpften auf der Gegenseite Niklas Meinert und Axel Schröder. Auch der Ex-Dürkheimer Michael Purps trug sich mit einem Treffer in die Torschützenliste ein, war auch Beleg dafür, dass es in Mannheim durchaus zur Sache ging. „Nichts Ernstes“, beruhigte er, angesprochen auf das dicke Pflaster, das seinen Schmiss aus dem ersten Durchgang verbarg. „So etwas kann beim Hockey immer passieren. Für mich ist dieses Spiel trotzdem der perfekte Abschluss einer perfekten Hallensaison.“ Rheinpfalz, Ausgabe 44 |
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