Presseberichte


Krummstab-Artisten gefeiert
Benefizspiel „Hockey gegen Krebs“ brachte über 25 000 Euro
Mannheim. (leo)Wenn Akteuremit insgesamt über 2000 Länderspielen in einer mit 600 Zuschauern schon Tage zuvor ausverkauften Halle antreten, dazu nach sehenswerten Kombinationen 23 Tore fallen und am Ende über 25 000 Euro für einen guten Zweck zusammenkommen, dann kann man solch eine Veranstaltung wahrhaft als gelungen bezeichnen.
Und in der Tat war das vom Verkaufsleiter des Hockey-Ausrüsters TK Hockey Equipment, Axel Schröder, in der Irma-Röchling-Halle des Mannheimer HC am Feudenheimer Neckarplatt für die Initiative „Hockey gegen Krebs“ organisierte Benefizspiel zwischen der TSG Neustadt & friends gegen das Team Mannheim/TK Allstars eine wirklich runde Sache und letztlich auch eine Werbung für den Hockeysport.
Das Ergebnis von 15:8 (5:6) für die „Pfälzer“ war dabei absolut zweitrangig, obwohl keiner der Alt-Nationalspieler angetreten war, um hier zu verlieren. Abseits des normalen Punktspielbetriebs und losgelöst von allen taktischen Zwängen wurden technische Feinheiten im Minutentakt geboten. Das Hockeyherz schlug höher, wenn etwa Peking-Olympiasieger Tibor Weißenborn (Rot-Weiß-Köln) –mit sechs Treffern auch der erfolgreichste Torschütze des Abends – zu einem seiner unwiderstehlichen Dribblings ansetzte oder der Olympiasieger von Barcelona 1992, der mittlerweile 39-jährige Christian „Mayerhöfer“ demonstrierte, warum er mit der „Dritten“ des Dürkheimer HC in der rheinlandpfälzischen Oberliga noch regelmäßig erste Mannschaften ganz schön alt aussehen lässt.
Am meisten zu tun hatten angesichts des beiderseitigen Anspruchs, den Zuschauern etwas zu bieten, die beiden exzellenten Torhüter. Denn der 2006er Weltmeister Uli Bubolz (Berliner HC) sowie der Halleneuropameister von 2001, Steffen „Quietschie“ Erlewein (Dürkheimer HC), mussten ob des „lustlosen“ Deckungsverhaltens ihrer Vorderleute mitunter Kopf und Kragen riskieren, um weiteren Flurschaden zu vermeiden. Das Publikum jedenfalls honorierte diese ungezügelte Spielfreude wiederholt mit Szenenapplaus.
Und da auch das Rahmenprogramm an diesem Abend stimmte – eine Autogrammstunde mit den kurz vor der Abreise zur Weltmeisterschaft stehenden und daher lediglich als Zuschauer anwesen den Max Müller, Max Weinhold und Martin Häner war ebenso dabei wie eine bemerkenswerte Ballakrobatik des Fußballartisten Julian Holland in der Halbzeitpause – ging ein jeder mit guter Stimmung zur anschließenden „Players Night“ ins benachbarte MHC-Clubhaus. Zumal dort für jedes bestellte Getränk noch einmal 0,50 Euro an „Hockey gegen Krebs“ gingen.
Organisator Schröder versprach angesichts dieser überwältigenden Resonanz für das nächste Jahr eine Neuauflage erneut in Mannheim, ändern soll sich dabei lediglich der Modus.


24. Februar 2010,
Rhein-Neckar-Zeitung
Ausgabe Nr.45

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