Presseberichte


Die etwas anderen Stars
Beobachtungen beim Benefizhockeyspiel am Freitagabend in der vollen Böbig-Sporthalle
Tore, Trincks und gute Laune: Beim Benefizhockeyspiel zwischen den "TSG Neustadt + Friends" und den "TK Alstars" zugunsten krebskranker Kinder am Freitagabend in der Böbig-Sporthalle (wir informierten am Samstag) bewiesen die Hockey-Asse der Nation wieder mal, dass sie anders sinds als andere.
Freitagabend, kurz vor 19 Uhr: Das Erste, was man sieht, wenn man in das Foyer der Halle kommt, ist ein Weltmeister. 2002 war es, als Christoph Bechmann in Kuala Lumpur mit dem Hockey-Nationalteam zu globalen Titelehren kam, heuer ist er Trainer des esrtligisten Rot-Weiss Köln, doch genau hier und jetzt will er einfach nur Bechi sein, der mit ein paar Kollegen für den guten Zweck den Krummstab schwingt. Mit einer Flasche kühlen Hopfenblütentees bewaffnet, plauscht der gebürtige Speyerer mit diesem und jenem. Offen ist er, sympathisch, zugänglich. Allüren? Arroganz? Buchstabieren bitte. Nein, die Entscheidung, nach Neustadt zu kommen, sei ihm überhaupt nicht schwer gefallen, sagt der 1971 Geborene. „Klar komme ich, wenn es für einen guten Zweck ist, und die Hauptsache heute Abend wird doch sein, dass die Zuschauer Spaß haben.“
Hatten sie, wofür Bechmann maßgeblich verantwortlich war, trotz der Gerstenkaltschale vorab. Für das Team „TSG Neustadt + Friends“ schoss er wie Tibor Weißendorn, in Köln einer seiner Schützlinge, sechs Tore, trickste, entwarf den doppelten Doppeldoppelpass. Großartig. 20:5 gewann die TSG-Truppe schließlich gegen die TK Allstars, angeführt von Mitorganisator Axel Schröder und drei aktuellen Bundesliga-Spielern der TG Frankenthal.
Der Budenzauber gefiel auch Neustadts Erstem Bürger. OB Hans Georg Löffler fühlte sich „hervorragend“ inmitten der geballten sportlichen Weltklasse, „traumhaft“ sei es, dass derart viele Größen ihrer Zunft nach Neustadt gekommen waren, um dieser „einmaligen Idee“ zu folgen. Bis zum Anstoß, den er kurz nach 20 Uhr recht ausführte, hatte Löffler noch keinen Hockeyschläger in der Hand gehabt, wie er gestand; derweil habe er schon gewusst, was Hockey ist. „Ich komme ja aus Dürkheim…“ Aha.
Der Ort des Löfflerschen Ursprungs ist für Frankenthaler eingedenk der sportlichen Rivalität nicht zwingend das erste Ausflugsziel, am Freitag jedoch war die Herkunft wurscht. Im Sport ist das Zusammenstehen von existenzieller Bedeutung, und diesmal standen Sportler eben zusammen, um für das „Kinderhospiz Sterntaler“, den Verein „Prinzip Hoffnung“ und die „DLFH Aktion für krebskranke Kinder, Verband Pfalz“ einzustehen. „Eine super Idee, eine super Umsetzung“, sagte Eike Bumb, der Kapitän der TG Frankenthal.
Irgendwo zwischen 10.000 und 15.000 Euro werden unter dem Strich für die Projekte zusammenkommen, genau wird der TSG-Vorsitzende Michael Göring die Summe erst Mitte dieser Woche beziffern können. „Dass ihr alle hier seid, macht mich stolz, das ist eine Riesenehre“, hatte er am Freitag ein wenig angefasst über das Hallenmikrofon verlauten lassen und ergänzt, „vielleicht die Idee gehabt“ zu haben – ohne das TK-Team jedoch hätte man „das alles nicht stemmen können“.
Der Verkaufsleiter Deutschland des angesprochenen Hockey-Ausstatters, Axel Schröder, ist selbst ein Ex-Internationaler, der weiß, dass er sich auf die Hockey-Familie verlassen kann: „Hier wollten einfach alle dabei sein und diese Atmosphäre schnuppern, das war kein Problem.“ Alle, das meint beispielsweise den Kölner Schlussmann Max Weinhold, Siebenmeter-Töter und Olympiagold-Festhalter von Peking, der nach Spielende verschwitzt, aber bestens gelaunt und geduldig Autogramme schrieb. Viele seiner Teamgefährten verschenkten ihre Trikots, manch einer gar mal eben seinen Schläger im Wert von 200 Euro. Warum nur scheinen Hockey-Spieler so viel nahbarer und bodenständiger zu sein als andere Sportgrößen? „Ich weiß nicht, ob wir wirklich anders sind“, sagt Weinhold, „es ist aber nun mal so, dass wir gerne helfen. Und, das darf man nicht vergessen: Es macht ja auch Spaß.“
Was gleichermaßen für die dritte Halbzeit gilt. Michael Göring, am Freitag mit dem Uz-Namen „El Presidente“ versehen und im Spiel selbst zweimal erfolgreich, berichtete von einem „anstrengenden“ Unterfangen, das „praktisch bis zum Frühstück“ gedauert und die Hotelbar große Teile ihres Bestandes gekostet habe. Wie schön, wenn sich Hilfsbereitschaft, großer Sport und Feierfreudigkeit derart vereinen lassen.


09. März 2009,
Rheinpfalz,
Ausgabe 57

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